Social Media: Was bleibt nach Abzug des Hypes? Vortrag am 18.03.2010 im Marketing Club Frankfurt.

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Wir freuen uns, am 18. März 2010 im Rahmen der Vortragsreihe des Marketing Clubs Frankfurt zum Thema Social Media referieren zu dürfen. Das Thema des Vortrags lautet "Social Media - was bleibt nach Abzug des Hypes?".

Einlass ist ab 18:30 Uhr, der Vortrag startet um 19:00 Uhr. Wir freuen uns auf einen interessanten und diskussionsfreudigen Abend. Weitere Infos, Anmeldung und Tickets direkt auf der Website des Marketing Clubs Frankfurt.

Erfolgreiche Markenführung oder die Macht des positiven Vorurteils.

Wieso sind wir eigentlich so sicher, dass Apple am 27. Januar 2010 den Computermarkt in Form eines Tablet-PC's revolutionieren wird? Niemand von uns hat das Tablet bis heute gesehen - geschweige denn hat Apple überhaupt die Existenz bestätigt. Und über die Funktionen weiß die Öffentlichkeit gar nix, außer der Vermutung, dass es unglaublich innovativ und intuitiv sein muss.

Es handelt sich schlichtweg um ein positives Vorurteil, welches wir mit der Marke Apple assoziieren. Es rührt daher, dass Apple in der Vergangenheit regelmäßig bewiesen hat, in der Lage zu sein, ganze Industrien zu verändern und neue Märkte zu begründen (wie zum Beispiel mit dem Apple II, Mac OS, Powerbook, iMac, iPod, iPhone, iTunes & App Store). Apple ist ein typischer "Game Changer", man erwartet Revolution und ist enttäuscht, wenn es nur Evolution ist.

Produkte entstehen in einer Fabrik, Marken im Kopf des Konsumenten. Dieses simple Gleichnis beschreibt den Zusammenhang zwischen Angebot und Marke. Deshalb kann eine Marke auch erst dann entstehen, wenn viele Menschen ähnliche positive Vorstellungen mit dem Angebot verbinden.

Die Aufgabe und das Ziel einer erfolgreichen Markenführung liegt darin, positive Vorurteile gegenüber einer Marke dauerhaft in den Köpfen der Konsumenten zu verankern. Das Beispiel von Apple belegt, dass diese in den Produkten bzw. Angeboten begründet sein sollten. Das Versprechen der Marke muss erlebbar sein, darf nicht bloße Behauptung sein. Denn nur dann entsteht Vertrauen gegenüber dem Konsumenten zur Marke und dem entsprechenden Produktangebot. Ein Waschmittel, welches behauptet, immer noch weißer zu waschen, obwohl dieses bereits das Vor-Vorprodukt schon optimal gemacht hat, ist nun mal wenig glaubwürdig und belegbar. Der Konzern RWE hat mit seiner Imagekampagne bewiesen, dass man auf diese Korrelation nur schwerlich verzichten sollte:



Video: Imagekampagne RWE Energieriese.



Video: Antwort von Greenpeace.



Die Marke ist das "Trägermedium" des (positiven) Vorurteils und übernimmt immens wichtige Funktionen für den Konsumenten:

Sie reduziert die Entscheidungskomplexität im Kaufentscheidungsprozess dadurch, dass sie das Risiko für den Konsumenten minimiert, ein falsches Produkt zu kaufen (Sicherheitsfunktion), Orientierung (Informationsfunktion) stiftet und den Konsumenten mit der Markenaura emotional verbindet (Beziehungsfunktion).

Auf gut Deutsch: "Apple kenne ich, hat mein Bekannter auch. Die machen gutes Zeugs, was zwar teuer ist, aber dafür super funktioniert und todschick ist. Und der Wiederverkaufswert ist ebenfalls klasse. Ich bin cool, wenn ich Apple Produkte besitze."

Der nachfolgende Cartoon bringt die Macht des positiven Vorurteils sehr schön auf den Punkt:



Cartoon iNacktscanner

Bild: Cartoon iNacktscanner auf www.clapclub.de



Marken, die keinen angebotsorientierten Mehrwert liefern, werden auf Dauer nicht bestehen. Dieses trifft in besonderem Maße zu, je weiter die Digitalisierung und Sozialisierung der Gesellschaft voranschreitet. Denn mit den Möglichkeiten des Vergleiches, Austausches, Kommentierung und Beteiligung im Internet entsteht eine Transparenz, die es Marken schwer macht, sich ohne relevanten Mehrwert dauerhaft zu differenzieren. Der Konsument ist auf Augenhöhe mit der Unternehmung angekommen.

Zwingend ist deshalb die Notwendigkeit, Marketing im Kotler'schen Sinne ganzheitlich zu verstehen und eben nicht auf die werbliche Ebene zu reduzieren, wie viele Organisationen immer noch meinen. Man "erfindet" dann einen "emotionalen Benefit", den der Konsument erfährt, wenn er das Produkt kauft. Das alleine überzeugt immer weniger Menschen da draußen…

Aufgeklärte Konsumenten suchen nach rationalen Benefits. Und erfolgreiche Marken wie Apple verstehen es, rationale mit emotionalen Benefits zu vereinen. Die Verschmelzung der Produkt- und Kommunikationsabteilungen ist notwendig, um erfolgreiche Markenführung dauerhaft betreiben zu können. Wenn wir also wollen, dass uns jemand sympathisch findet, dann müssen wir eben so handeln und nicht nur darüber reden.

Etablierte Marketingstrategien, die darauf basieren, mit der "Mediakeule" die Konsumenten über die schiere mediale Präsenz von sich zu überzeugen, wird es weiterhin geben. Und sie ist auch für bestimmte Herausforderungen die richtige Taktik. Aber eben in Zeiten von Transparenz, Konsumentenmacht und Kanalfragmentierung keine dauerhafte Strategie mehr. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass diese Form der Marketingstrategie immer weniger effizient wie effektiv ist (und war). Neben der systemimmanenten Mittelineffizienz widerspricht es dem Grundgedanken strategischer Markenführung, die zwingend nachhaltig und langfristig betrieben werden muss.

Schöne neue Welt: Wenn meine Ausführungen stimmen, wird es zukünftig mehr bessere und weniger schlechte Produkte geben. Für Marken lautet der Auftrag: Mehr machen, weniger labern.

Xbox360 goes (un-)social: Schnittstellen zu Facebook, Twitter und Last.fm - gegen Gebühr.

Mit dem für den 17. November 2009 angekündigten Update des Xbox360 Dashboards führt Microsoft einige interessante Features ein. Allen voran eine Schnittstelle zu drei Social Media Plattformen: Facebook, Twitter und Last.fm.

So wird es ab nächster Woche unter anderem möglich sein, mittels Facebook mitzuteilen, welches Spiel, welchen Film oder welche Musik man gerade auf der Xbox360 spielt/schaut/hört. Oder auf Fotoalben in Facebook über die Xbox360 zugreifen. Oder Twitter direkt von der Xbox aus managen sowie Last.fm Stationen direkt von der Konsole abspielen. Ziemlich cool.

Xbox360 Dashboard Social Media Integration.Bild: Xbox360 Dashboard Social Media Integration.

Leider (und mir völlig unverständlich) wird es diese Social Media Features nur gegen Gebühr (nämlich nur für alle Xbox LIVE Gold Mitglieder) geben. Selbstverständlich ist klar, dass Microsoft ein berechtiges Interesse hat, möglichst viele Xbox360 Besitzer in eine bezahlte Gold-Mitgliedschaft zu konvertieren. Ich bezweifle allerdings, ob das auf diese Art und Weise gelingt und vor allem, ob das derzeit Microsoft's größtes Problem ist, wenn ich auf die aktuellen Verkaufszahlen bei VGChartz für Europa in 2009 schaue.

Verkaufszahlen Europa 2009 auf vgchartz.com.Bild: Verkaufszahlen Europa 2009 auf vgchartz.com.

Ganz im Gegenteil verpasst Microsoft die Chance, seiner Konsolenplattform einen zusätzlichen USP hinzuzufügen, der im Weihnachtsgeschäft durchaus den Ausschlag geben könnte, sich zwischen einer Microsoft Xbox360 und einer Sony Playstation 3 zu entscheiden. Die Nintendo Wii läuft hier meines Erachtens außer Konkurrenz, da sie eine völlig andere Spielerklientel anspricht.

Wenn man analytisch auf die Fakten schaut, ist die Xbox360 nicht mehr ansatzweise so attraktiv wie vor einem Jahr: Sony hat den Preis der Playstation 3 auf 299 Euro gesenkt und bietet darüber hinaus mit dem integrierten Blu-Ray-Laufwerk, dem integriertem W-LAN Adapter und einem kostenlosen Online-Multiplayer-Service sehr gute Argumente, 50 Euro mehr zu bezahlen. Die jüngsten Verkaufszahlen bestätigen dies eindrucksvoll.

Microsofts Gegenargumente beschränken sich auf die (noch) größere Verbreitung der Konsolenplattform und das (noch) bessere Spieleangebot. Da käme die Integration von Social Media Plattformen für die nach Innovationen und Differenzierung suchende Spiele-Community gerade recht. Zumal durch die unzähligen automatisch generierten Posts von Xbox360 Spielern eine ganz neue Dimension von Awareness für die Plattform geschaffen worden wäre.

Meine Prognose lautet deshalb: Spätestens im Frühjahr 2010 wird Microsoft die Social Media Integration freischalten (müssen), da es die Konsumenten verlangen - und zwar kostenlos - und es der Marke Xbox auf diese Weise mehr hilft als auf die andere. Denn was nützen prozentual gesehen mehr zahlende Mitglieder, wenn man gegenüber Sony's Playstation Plattform den ersten Platz als führende Hardcore-Gamer-Konsolenplattform einbüßt?

Darüber hinaus wird auch Sony nicht untätig bleiben und wir können sicher sein, dass sie ihrer Strategie treu bleiben und diese Art von Services von Anfang an kostenlos anbieten. Das Rennen ist also noch längst nicht entschieden. Und Totgesagte leben länger.

PS: Ich bin überzeugter Xbox360 Besitzer und Spieler. Leider nur Silber-Status.

Sternsdorf Lakowski & Partner berät innovative digitale Geschäftsmodelle bei strategischer Markenführung.

Wir freuen uns, mit dem GRIN Verlag und Mister Spex zwei neue Kunden begrüßen zu dürfen. Sternsdorf Lakowski & Partner unterstreicht damit seine Kompetenz, innovative digitale Geschäftsmodelle und Marken ganzheitlich strategisch zu beraten und zu führen.

GRIN Verlag Website.Bild: grin.com

Der GRIN Verlag ist spezialisiert auf die Veröffentlichung von akadamischen Texten und gehört mit über 2 Millionen Besuchern pro Monat und nahezu 40.000 veröffentlichten Büchern sowie knapp 100.000 E-Books zu einem der führenden Anbieter für User Generated Quality Content in Deutschland.

Für den GRIN Verlag schärfen wir in verschiedenen Marken-Workshops die strategische Positionierung der Marke GRIN, entwickeln gemeinsam mit den Kollegen von Lekkerwerken das daraus resultierende Corporate Design und begleiten den Verlag beratend bei der Operationalisierung der erarbeiteten Marketing-Strategie über alle Kanäle.

Mister Spex Website.Bild: misterspex.de

Mister Spex strebt in dem noch jungen, aber rasant wachsenden Marktsegment des Onlinevertriebs von Markenbrillen und Kontaktlinsen die Marktführerschaft in Deutschland an. Durch ein umfangreiches Sortiment, einen viel gelobten Kundenservice, günstige Preise sowie innovatives Marketing setzt sich das Berliner eCommerce Unternehmen von seinen Wettbewerbern ab. Kunden können aus mehr als 3.000 verschiedenen Brillengestellen von mehr als 60 Marken wählen, darunter Bvlgari, Dolce&Gabbana D&G, Ed Hardy, Giorgio Armani, Gucci, Karl Lagerfeld, Oakley, Ray-Ban und Versace.

Sternsdorf Lakowski & Partner unterstützt Mister Spex bei der anstehenden Neuausrichtung der Marke und des Marketing-Mixes. Wir führen verschiedene Strategie-Workshops durch, entwickeln das Corporate Design weiter und stehen bei der Strategie und Konzeption der neuen Marken- und eCommerce-Plattform von Mister Spex beratend zur Seite. Darüber hinaus helfen wir bei der Entwicklung der Marketing-Maßnahmen 2010.

10 Rules for Social Media Marketing: Sternsdorf Lakowski & Partner beim Digital Trend Day von McDonald's.

McDonald's DeutschlandBild: Vortrag Social Media Marketing bei McDonald's Deutschland.

Im Rahmen des Digital Trend Days von McDonald's Deutschland sprachen Boris und ich vor dem Kommunikations- & Marketing-Team zum Thema Social Media Marketing und seiner strategischen Potentiale für Markenartikler.

Heraus gekommen sind zehn Regeln, das Thema strategisch - und damit abzüglich des aktuellen Medienhypes - anzugehen. Und die Antwort auf die Frage, ob wir jetzt alle twittern müssen. ;-)

Warum Werbung smarter werden muss: Boris im Interview mit dem Netpointer.

Freunde, ich glaube Werbung muss smarter werden. "Warum" habe ich den lieben Kollegen von Netpoint Media in einem Interview erklären dürfen.

Das Ergebnis liegt nun vor und die Herausgeber zeigen sich im Editorial des aktuellen Netpointers zufrieden:"Alles wirklich Gute ist meist knapp. So gelangen jetzt, auch angesichts schrumpfender Budgets, Tugenden wie Strategie und Qualität zu neuen Ehren und das flammende Plädoyer für ein ‚Smart Advertising’, gehalten von Boris Lakowski, zu geradezu prophetischer Qualität. Im Interview regt der Strategieberater ein neues Denken an, das geradewegs in effizienterer Marken-Kommunikation münden soll." Oh ha, das ist mal 'ne Anmoderation! Viel Spaß beim Lesen der Thesen. =)

smart-advertising-interview.jpgBoris Thesen zu Smart Digital Advertising im aktuellen Netpointer.

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Über uns

Sternsdorf Lakowski & Partner ist eine unabhängige Strategieberatung für digitale Markenführung mit Sitz in Frankfurt am Main. Wir helfen Unternehmen im digitalen Umfeld das Richtige zu tun.

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