Die weltweite Fan-Community von Michael Jackson bereitet dem King of Pop den wahrscheinlich schönsten, ehrlichsten und emotionalsten Abschied. Fernab des offiziellen Spektakels in Los Angeles findet im Netz eine unglaubliche und nicht dagewesene Community-Bewegung statt:
Bild: Michael Jackson: Eternal Moonwalk Project.
Die Verkaufscharts von Amazon werden dauerhaft von Michael Jackson dominiert, ja, selbst das Internet wurde zeitweise von den Fans lahm gelegt. Und mit dem Eternal Moonwalk Project ehrt man den Künstler auf eine Art und Weise, die ihm sicher sehr gefallen würde. Es wird nicht das letzte kreative Fan-Projekt sein, um dem King of Pop die letzte Ehre zu erweisen.

Die W&V berichtet in Ausgabe 24/2009 (PDF) über unsere Digital-Unterstützung für klassische Werbeagenturen.
Die verzweifelte Suche von Verlagen nach Ansätzen zur Digitalisierung Ihres Geschäftsmodells treibt bisweilen bizarre Blüten. So veröffentlicht die "Welt Kompakt" jetzt auf der Titelseite Ihrer Print-Ausgabe zufällig ausgewählte und leider regelmäßig belangslose "Tweets des Tages".
Die "Welt Kompakt" demonstriert damit in meinen Augen nicht nur, dass sie das Medium Twitter nicht verstanden hat, sondern ermahnt die Verlagsbranche ungewollt auch dazu, sich auf Ihre Kernkompetenz als Vertiefungs- und Hintergrundmedium zu konzentireren, statt angestrengt jedem digitalen Zug hinterher zu laufen.
Wir freuen uns in diesem Semester wieder ein wenig um den Branchennachwuchs kümmern zu dürfen: Ab dem Sommer unterrichten wir Online-Marketing in den schönen Räumen des IMK, der privaten internationale Akademie für Marketing, Kommunikation und Werbung, in Wiesbaden.

Das IMK in der Wuth'schen Brauerei. Fotos © IMK.

Auf dem Programm steht neben theoretischen Grundlagen vor allem praxisnahe Case Studies. Denn das IMK versteht sich als "Die Akademie für Markenmacher, Leadership, Strategien und neue Ideen in Agenturen." Na, das passt ja zu uns. =)
"Fragmentierung der Medien" sagt sich auf einer Konferenz ja gerne mal so dahin. Dass da aber möglicherweise handfest etwas dran ist, hat mir heute visuell sehr eindrucksvoll der Syndication-Button addtoany gezeigt:

Hmmm, ganz offensichtlich brauchen wir auch im Bereich "Social Media" starke Marken, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich kann mir zumindest - insbesondere im Darwin-Jahr - nicht vorstellen, dass alle oben gelisteten Social Media Angebote den harten Kampf um Aufmerksamkeit überleben werden. Long-tail hin oder her.
Die grauen Herren kennen wir noch aus dem Film Momo. Heute treten sie in digitalisierter Form als Social Communities auf, in denen man sich freiwillig tagtäglich viel Zeit "stehlen" lässt. Ich bin auf einen Comic gestoßen, der eben diese Wahrheit sehr humorvoll auf den Punkt bringt:
Bild: Comic von phdcomics.com
Und Spiegel Online widmet sich in dem Artikel "Wir lassen es wie Arbeit aussehen" einigen Tools, mit denen man seine Abstecher ins Social Web während der Arbeitszeit perfekt vertuschen kann.
Social Communities haben in der aktuellen Nielsen Studie "Global Faces and Networked Places" private E-Mails als eine der beliebsten Online-Aktivitäten bereits überholt und erfuhren in Deutschland innerhalb der letzten zwölf Monate einen Reichweitenzuwachs von mehr als 50 Prozent. Social Communities beanspruchen bereits knapp zehn Prozent der gesamten Onlinezeit ihrer Mitglieder - Tendenz massiv steigend (+38 Prozent).
Na dann - sehen wir uns doch am besten auf Facebook oder Twitter - aber nur ganz kurz, bitte. :-)