Heute bin ich auf eine brandaktuelle repräsentative Studie der Kollegen von Mindline Media aufmerksam geworden, deren Erkenntnisse ich für hochrelevant halte:
Studie von Mindline Media: TV entwickelt sich zum Parallelmedium.
Während die Deutschen vor dem Fernseher sitzen, beschäftigen sie sich kumuliert (und damit ein wenig unfair ;-)) zu 89 Prozent mit anderen Medien. Da diese Medien eine aktive Aufmerksamkeit erfordern, ist anzunehmen, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer für das Medium Fernsehen stark nach unten tendiert.
Überspitzt gesagt: Nur 11 Prozent schauen noch unabgelenkt fern, wenn sie fern sehen. Das stützt die These des hohen kanalspezifischen Streuverlusts des Mediums TV.
Um das vorhandene Bedürfnis nach Dialog und Interaktion deutlich besser als heute in Fernsehformate zu integrieren (und damit meine ich nicht noch mehr "Ruf mich an"-Sendungen :-)), bedarf es eines Umdenkens in Medienhäusern:
Hin zu wirklich medienübergreifenden Sendungsformaten basierend auf den interaktiven Möglichkeiten der digitalen Kanäle. Endlich weg mit der immer noch aktuellen singulären Kanaldenke. Sonst wird TV den (unweigerlichen?) Weg vom Parallel- zum Sekundärmedium nehmen.