Es dauert ungefähr 31.000 Jahre, das Internet durchzulesen.

Die größten Internetnationen 2009.Bild: Die größten Internetnationen 2009.

Und auch das nur, wenn man nicht mehr als eine Minute Zeit je Website einplant.

Google hat vor einem Jahr die Schallmauer von einer Trillion indizierter Websites (eine Zahl mit 12! Nullen) durchbrochen. Statistisch stehen also jedem der ca. 6,7 Milliarden Erdenbewohner ca. 150 Websites zur Verfügung.

Diese Vergleiche verdeutlichen die schiere Unendlichkeit des Mediums und den permanent steigenden Bedarf nach Filtermöglichkeiten, Orientierung und Sortierung.

Glänzende Aussichten für Suchmaschinen-Betreiber: Je komplexer und umfassender das Netz, desto höher Relevanz und damit Reichweite von Suchmaschinen, desto größer das Wissen über den Konsumenten, desto mehr und besser getargetete Werbung, desto mehr Umsatz.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass derzeit immer noch die Mehrheit der Menschheit - nämlich ca. 5,1 Milliarden Menschen - Offline ist und die Digitalisierung des Wissens gerade erst begonnen hat, lässt sich erahnen, wie exponentiell der Umfang des Netzes in den kommenden Jahren steigen wird.

Die großen Herausforderungen der Organisation des menschlichen Wissens liegen definitiv noch vor uns. Google's Mission wird die nächsten Jahre locker Bestand haben:

Google's mission is to organize the world's information and make it universally accessible and useful.

Wollen wir hoffen, dass das alles gut verschlagwortet wird, damit wir finden, wonach wir suchen und das semantische Web bald wahr wird. Denn sämtliche aktuellen Suchmaschinen sind mit der kommenden Flut von Informationen schier überfordert. Die Menschheit sowieso. Und Angebote wie Wolfram Alpha, Bing, Powerset und Google Squared noch weit entfernt von der notwendigen ersten Generation intelligenter Findemaschine.

Social Communities: Die grauen Herren sind wieder da!

Die grauen Herren kennen wir noch aus dem Film Momo. Heute treten sie in digitalisierter Form als Social Communities auf, in denen man sich freiwillig tagtäglich viel Zeit "stehlen" lässt. Ich bin auf einen Comic gestoßen, der eben diese Wahrheit sehr humorvoll auf den Punkt bringt:

Social Communities: Die grauen Männer sind wieder da!Bild: Comic von phdcomics.com

Und Spiegel Online widmet sich in dem Artikel "Wir lassen es wie Arbeit aussehen" einigen Tools, mit denen man seine Abstecher ins Social Web während der Arbeitszeit perfekt vertuschen kann.

Social Communities haben in der aktuellen Nielsen Studie "Global Faces and Networked Places" private E-Mails als eine der beliebsten Online-Aktivitäten bereits überholt und erfuhren in Deutschland innerhalb der letzten zwölf Monate einen Reichweitenzuwachs von mehr als 50 Prozent. Social Communities beanspruchen bereits knapp zehn Prozent der gesamten Onlinezeit ihrer Mitglieder - Tendenz massiv steigend (+38 Prozent).

Na dann - sehen wir uns doch am besten auf Facebook oder Twitter - aber nur ganz kurz, bitte. :-)

Zeit für Innovation: Erfolgreiches Marketing ist nützlicher.

Trendwatching Briefing Innovation Jubilation.Bild: Trendwatching Briefing "Innovation Jubilation".

Lesenswert und inspirierend: Das Trendwatching Briefing "Innovation Jubilation". In insgesamt zehn Trendfeldern werden 50 innovative Geschäftsideen vorgestellt - kaum eine Geschäftsidee kommt heute ohne eine starke Integration von digitalen Technologien aus.

Marketing wird immer weniger rein promotional kommunikativ denn zunehmend nutzwertorientiert und transformativ ausgerichtet sein müssen, wie die Beispiele von Seven Eleven, Lexus, Stickie Story, Zumbox oder Bauer's Wi-Drive belegen. Erfolgreiche (Marketing-)Produkte lösen real existierende Konsumentenprobleme.

Und das ist doch eine schöne Nachricht: Wenn schon mehr als 3.000 Werbebotschaften täglich auf mein Hirn einhämmern, dann doch bitte schön während eines möglichst hohen individuellen Nutzens... :-)

Die Digitalisierung der Marktforschung: Consumer Insight Research in Zeiten des Social Webs.

Die voranschreitende Sozialisierung des Internets führt dazu, dass mehr und mehr usergenerierte Daten entstehen. Sehr viel persönliches, lustiges, trauriges, skurriles, unerwartetes und auch belangloses. Aber vor allem sehr viel relevantes: Ehrliche Meinungen, Diskussionen und Feedbacks zu Produkten und Services, welche die User täglich kaufen und nutzen.

"Das Social Web ermöglicht digitale Marktforschung."

Das Internet liefert in Echtzeit - fernab von Fokusgruppen-Studien und quantitativen Erhebungen - ein neues Consumer Insight-Barometer für Marken und die Markenführung. Die folgenden sechs Tools bilden einen guten Ausgangspunkt für einen webbasierten Consumer Insight Research:

Das Social Web ermöglicht digitale Marktforschung.

Search Twitter: Früherkennung von Trends und Meinungen zu Themen und Marken von Meinungsmachern weltweit.

Delicious Tags: Attribute-basiertes Durchsuchen von Bookmarks der Delicious Community nach neuen und relevanten Inhalten und Angeboten.

Inside Facebook: Auswertung der Aktivitäten, Entwicklungen und Meinungen der Facebook Community nach Kategorien, Themen und Applikationen.

Google Trends: Relevanz-Checks durch den Vergleich und die Auswertung von Suchabfragen in Google.

Google Alert: Einfaches Trend-Monitoring für ausgewählte Themen, Produkten und Marken.

Flickr Explore: Visuelles Trendbarometer über die Verwendung von Produkten durch Konsumenten.

Apple App Store: Was man nach 30 Millionen Downloads lernen kann.

Auf eine höchste interessante Analyse habe ich vor einigen Tagen auf Slideshare gefunden. Pinch Media, ein Anbieter von Mobile Analytics, hat seine Erkenntnisse von über 30 Millionen Downloads in eine Präsentation gepackt und via Slideshare zugänglich gemacht und formuliert erste KPI's für die Plattform iPhone für Entwickler und Werbetreibende:

Pinch Media - App Store Secrets

Präsentation: Pinch Media - App Store Secrets

Inside Social Networks: Was die User antreibt.

Ein interessanter, wenn auch nicht elementar neue Erkenntnisse zutage fördernder Artikel in eMarketer kommt zu dem Schluss, dass Marken gut daran tun, ihre Kommunikation in Social Networks an den Motivationen und Bedürfnissen der User eben dieser Netzwerke auszurichten.

Übersetzt: Schaffe den richtigen Kontext. Soweit so gut und bekannt. Interessanter ist vielmehr, welche Motiviationen die User in den Social Networks antreiben. Eine aktuelle Umfrage von JP Morgen gibt darüber Aufschluss:

eMarketer Umfrage JP Morgan
Bild: Ergebnisse der Umfrage von JP Morgan

Eine innovative Kampagne, die stark auf eben diesen Kontext setzt, ist die vor kurzem gestoppte Kampagne "Whopper Sacrifice" von Burger King, die auf Facebook lief.

Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 233.000 Freundschaftsverbindungen freiwillig gekappt, um dafür einen kostenlosen Whopper zu erhalten. Eine gute Gelegenheit, einige seiner kaum bekannten Facebook-Freunde "auszumisten"... :-)

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Sternsdorf Lakowski & Partner ist eine unabhängige Strategieberatung für digitale Markenführung mit Sitz in Frankfurt am Main. Wir helfen Unternehmen im digitalen Umfeld das Richtige zu tun.

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